Samstag, 1. April 2017

Gönnerpause- Mohnwaffeln mit gelber Grütze



Kennt ihr das ? Manchmal hat man das starke Bedürfnis, sich selbst was Gutes zu tun. Nicht Nachbar Meyer, nicht seinem Mann oder seinen Kindern,  sondern ganz alleine sich selbst. Was ich früher als "reine Verschwendung" oder "Selbstverliebtheit" abgetan habe, praktiziere ich heute  so, dass es eine wirklich Wohltat für meinen Geldbeutel mich ist !

Jetzt ist es ja bei weitem nicht so, dass ich wahrlos irgendwelche schönen Dinge kaufe, von denen es zugegebenermaßen wirklich en masse gibt. Nein, es sind meist kleine , ausgewählte Sachen, die ich mir ohne schlechtes Gewissen könne. Eine schöne Handcreme. Neue Backutensilien. Das Buch, das ich schon so lange lesen will. Es tut unendlich gut, nicht so knausrig mit sich selbst zu sein. Sich zu sagen : " Hey, ich bin so wertvoll erschaffen worden, ich nehme mir jetzt diese Freiheit!".

Großzügigkeit mit sich selbst ist eine geniale Erfindung- und ich bin auf dem Weg, es jeden Tag neu zu lernen. Ihr auch ?


Das Geniale daran : man baut keine Erwartungen an andere auf!
" Mein Mann sollte mir doch endlich mal wieder Blumen kaufen !"- Pusteblume, die kaufe ich mir ab heute selber, wenn es meiner Seele gut tut. Und das meine ich jetzt nicht abwertend gesagt! Über Blumen von anderen freue ich mich immer- nur wäre doch schade, wenn ich jetzt gerne ein paar Farbkleckse im Wohnzimmer hätte und nicht erst im Herbst...



Diese Woche überkam mich spontan der Waffelhunger. Kennt ihr diesen plötzlich auftretenden Wunsch nach einem speziellen Essen ? Blöd, wenn es das Verlangen nach Erdbeeren im Dezember ist! Aber Waffelhunger lässt sich sehr schnell und zufriedenstellend stillen- und das zu jeder Jahreszeit!

Und um den Wunsch der Waffel nach Gemeinschaft nachzukommen - ja, hier im Hause Frey ist man stets bemüht !- haben die guten Mohnwäffelchen noch einen kleinen Partner bekommen: Gelbe Grütze ! Wie, kennt ihr nicht ? Solltet ihr aber ! Ist das Pendant zur roten Grütze und wird statt mit Beeren mit exotischem Allerlei zubereitet. Zum Niederknien gut! Die Waffeln machen sich prima auf jedem Brunchbüffet und sind auch sonst einfach nur megalecker ...



Mohnwaffeln mit gelber Grütze
( 12 Stück)


Teig:

250 g weiche Butter
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
100 g Zucker
6 Eier
250 g Mehl
120 g Schmand
2 EL gemahlener Mohn

ggf. Fett zum Einfetten des Waffeleisens

Grütze:

70 g Zucker
200 ml Maracujasaft
1 EL Speisestärke
1 Babyananas, in feine Scheiben geschnitten
125 g Physalis , halbiert oder geviertelt
1/2 - 1 Mango, geschält und in kleine Würfeln





1.)

Für die Grütze den Zucker in einer Pfanne karamellisieren.
Mit dem Saft ablöschen und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis sich der Karamell gelöst hat.
Speisestärke in etwas Wasser anrühren und in die Masse gießen und verrühren.
Erneut aufkochen und solange köcheln lassen, bis die Masse bindet.
Geschnittenes Obst in einer Schüssel mischen und warmes Kompott darüber gießen und vermengen, abkühlen lassen

2.)

Butter und Zucker sehr schaumig rühren.
Eier nach und nach einzeln je 30 Sekunden gut unterrühren.
Mehl und Mohn zusammen kurz unterrühren, zuletzt den Schmand.
Im heißen Waffeleisen ca. 12 Waffeln ausbacken.

3.)

Grütze und Kompott , ggf. zusammen mit Zitronenschmand, servieren





Ich schicke euch morgendliche Sonnenstrahlen- genießt das Wochenende

Eure Sophia

1 Kommentar:

  1. Hmmm beide Rezepte hören sich köstlich an - das werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren und dann berichte ich sogleich. Vor allem die Gelbe Grütze liest sich sehr spannend und ich glaube, dass sie sehr gut mit dem Mohn harmoniert.
    Liebe Grüße,
    Miriam

    www.synonymfuerglueck.wordpress.com

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