Donnerstag, 8. Dezember 2016

Die Kunst des Schweigens- Spekulatius-Hefe-Tanne




Während ich hier sitze und versuche, mit krampfhaft eine Geschichte aus dem Ärmel zu ziehen, was mir Wundersames oder Verrücktes heute passiert ist, meldet sich mein leeres Gehirn zu Wort und gibt mir zu verstehen, dass es nicht mehr will. Nada



Mit einer kleinen Quasselstrippe gesegnet zu sein, die fortdauernd kommunizieren will und ganz genau erklärt haben will, wie denn jetzt dieser Wasserhahn funktioniert, gleicht mein Hirn abends einer einzigen schwabbelnden Masse.

Menschen, die sich trotz gähnender Müdigkeit eloquent und wortreich geben, haben meine größte Hochachtung. Ab 20 Uhr kommen zweizeilige Witze nicht mehr die Nervenbahn zu meinem Hirn hoch, weil die Pointe zu lang ist.
Aber was solls- schließlich gibt es eine beachtliche Anzahl absolut kurzer Witze. Und das heutige Fernsehen braucht eh mehr Augen als Verstand, oder ?



Was bleibt mir da auch anderers übrig, als beherzt ein Stück von der frischgebackenen Hefetanne mit Spekulatiusfüllung und Schokostückchen abzubrechen?
Die muss ich zum Glück nicht buchstabieren. Die darf ich einfach nur genießen.
Und die Kaumuskeln leisten auch noch Dienste, wenn das Großhirn versagt. Genial erdacht, oder ?



So will ich euch gar nicht länger mit meinem sinnentleerten Denken quälen, ihr wollt doch eh nur mitschlemmen, das seh ich euch an !
Also gut, dann rück ich mal raus mit dem Rezept für dieses Prachtstück, welches sich sicherlich hervorragend auf eurem Kaffeetisch machen wird ...

Hefetanne mit Spekulatius-Schoko-Füllung

Teig :

500 g Mehl
100 g Zucker
1 Würfel Hefe
200 ml Milch
75 g Butter
Abrieb einer halben Zitrone
Prise Salz

1 Eigelb, etwas Milch
Nach Wunsch goldene Nonpareilles zum Bestreuen


Füllung:

200 g Spekulatiuscreme, selbstgemacht oder gekauft
75 g Bitterschokolade, fein gehackt




1.)

Aus den Teigzutaten, bis auf das Eigelb, einen Hefeteig herstellen und solange gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

2.)

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 40*50 cm ausrollen und in der Mitte quer halbieren, so dass zwei kleinere Rechtecke entstehen.

Jedes Rechteck ( mit der langen Seite unten liegend) zu einem möglichst großen "Tannenbaum"= gleichschenkliches Dreieck ausschneiden.

3.)

Auf ein Dreieck die Spekulatiuscreme streichen und mit der geriebenen Schokolade bestreuen.

4.)

Das zweite Dreieck deckungsgleich auf das bestrichene Dreieck legen und die Ränder fest zusammendrücken.

5.)

Mit einem scharfen Messer auf beiden Seiten Schnitte zur Mitte machen, so dass ca. 2 cm breite Streifen entstehen und in der Mitte ein Balken stehen bleibt.

6.)

Streifen vorsichtig abtrennen und mehrmals um die eigene Achse drehen, wieder hinlegen.
Auf diese Weise alle Streifen zur Mitte hin verdrehen.

7.)

Eigelb mit etwas Milch glatt rühren und Tannenbaum damit bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175° Ober/-Unterhitze 25-30 Minuten goldgelb backen.




Jetzt wünsche ich den schönsten Abend und denkt dran: auch die Kunst des Schweigens ist Gold wert.
In diesem Sinne: habt es gut !



Kommentare:

  1. Oh ist das ein tolles Rezept!
    Ich steh' total auf Hefe-Zopf und co.. eigentlich eher zu Ostern, aber das liegt wohl eher daran, dass ich einfach noch nicht auf die Idee gekommen bin so etwas tolles wie deinen Weihnachtsbaum in der Adventszeit zu backen :D
    Ich machs nach! Danke!

    Viele liebe Grüße

    Franzy

    P.S.: Bis zum Sonntag gibt's auf meinem Blog noch einen ganz tollen Kerzenleuchter von IB Laursen zu gewinnen. Ich lade dich herzlich ein einfach mal vorbeizuschauen. Würde mich freuen!

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    1. danke für deine lieben Worte Franzy !
      Hefeteig geht bei mir das ganze Jahr über :-).
      Ich hab schon öfters bei deinem tollen Kalender vorbei geschaut und mich inspirieren lassen - so schön !
      das mit dem Kerzenständer ist aber irgendwie an mir vorbei gegangen - danke fürs Dranerinnern !!

      love
      sophia

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  2. Was für ein tolles Rezept. Klingt super, super lecker.
    Und, dass man keine Geschichte zu einem Rezept erzaehlen kann, weil man keine Inspiration dazu hat...das kennt glaub ich jeder von uns...also mir passiert das schon öfters.
    LG, Diana

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    1. puh, erleichtert, ja, manchmal läuft das Schreiben wie von alleine, und manchmal hat man einfach voll den Hänger ...aber das ist ja auch das Spannende am Bloggen :-)

      liebstes Grüßle
      sophia

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